Über den Maler

Acrylmalerei – Der Beginn

Begert G. 10/ 2016

Ich begann als Hobbymaler, wie es sie vielleicht viele gibt.
Gelegentlich mal etwas aufprobieren. Seinen Weg zu finden, das ist vielleicht die Kunst. 
Es hat Jahrzehnte gedauert, bis das Malen intensiver geworden ist und in den Vordergrund gerückt ist.

Ich arbeite in einem Technischen Beruf, der hat nichts mit Kunst zu tun.

Wandbild
Wandbild mit Acrylfarben und Wandfarbe direkt auf den Putz aufgemalt

Die Techniken zum Malen habe ich mir selbst beigebracht, durch lesen, Tipps und vor allem durch ausprobieren.

In Jugendzeiten habe ich immer wieder mal gelegentlich gezeichnet, gemalt und mit verschiedenen Medien experimentiert. Ich habe u.a. das Malen mit der Airbrushpistole ausprobiert. Dann wieder gab es eine Zeit des Stillstands.

Immer wieder mal habe

ich für mich selbst gelegentlich kleinere Bilder gemalt, meist Landschaften. In den letzten Jahren gab es mal das eine oder andere etwas größere Bild im Format 30 x 40 cm.
Nach anfänglichen Versuchen mit Ölfarben wurde das wieder verworfen, die Gründe:

  • sehr lange Trocknungszeiten (Monate)
  • zum Pinselreinigen wird Lösemittel benötigt, welches als Sondermüll entsorgt werden muss.

 

Hintergrund für die Modellbahn
Hintergrund für die Modellbahn, Untergrund Spanplatte

Als brauchbare Alternative stellten sich die Acrylfarben heraus, die sich ähnlich verarbeiten lassen.
Mit den Acrylfarben kann man auch direkt auf Wände malen. So entstanden auch Wandmalereien, z.B. als Hintergrund für eine Modelleisenbahn. Auch Blumentöpfe wurde so mal verziert. So habe ich mich überwiegend auf die Acrylmalerei festgelegt.

Dieses Bild, auf Spanplatte gemalt, wurde entfernt, die Modelleisenbahnanlage, die es schmückte ist Geschichte.

 

 


Veränderungen – Beginn der Malerei

Ein Einschnitt im Leben

Dann Mitte 2015 kam ein größerer gesundheitlicher Einschnitt. Von 100 ging es schlagartig auf 0. Ein unfreiwilliger StopMalen 20160509_211752p, man ist ausgebrannt, nichts geht mehr. Auf einmal steht alles, was sich vorher immens schnell bewegte. Man sieht keinen Sinn mehr, eine unendliche Leere breitet sich aus. Das erste Ziel war, sich die Dinge von der Seele zu schreiben. Daraus entstand ein Fotobuch mit passenden Bildern zu den Texten. Aus dieser Krise herauszukommen bedarf es zusätzlicher Hilfe von aussen, dazu eigene Kraft und Willen. Es geht nur langsam wieder bergauf. Ganz alleine wäre es nicht zu schaffen gewesen. Aus dem gelegentlichen malen (alle paar Monate einmal ein Bild) wurde eine Lebenshilfe. Es begann eine neue Art. Die Malerei hat mir sehr viel geholfen, aus der dunklen Ecke des Lebens wieder hervor in das Licht zu kommen.

Eine sehr schwere Zeit begann, die Malerei wurde ein Teil der Therapie. Zuerst waren es dunkle, angsteinflößende Bilder. Erst allmählich wurden die Bilder wieder heller.

Die Malerei bleibt. Es ist ein Ausgleich die Schwankungen des Lebens zu kompensieren. Zum anderen ist es eine Möglichkeit Stimmungen und Gefühle auszudrücken.

 

Der folgende Einschnitt

Mitte 2016 kam der nächste Einschnitt. Ziemlich genau ein Jahr später.
Wieder ist es eine einschneidende Veränderung. Es geht wieder an das Limit was man verkraften kann.
Es folgt ein fast kompletter Neubeginn. Einzig der Beruf und die Arbeit bleibt, sonst nichts.
Die Persönlichkeit änderte sich seit dem letzten Jahr aufgrund der Umstände. Daraus resultierend ändert sich auch langsam das Umfeld. Ohne gute Freunde, die Fotografie und die Malerei wäre auch dieser nächste große Umbruch im Leben sehr, sehr schwer. Die Gefahr besteht, daran zu zerbrechen. Teilweise sind die Bilder Therapie und spiegeln das aktuelle Gefühlsleben wieder.

Nach 20 Jahren gemeinsames Leben und mit über 50 Lebensjahren sein Leben nochmals auf den Kopf zu stellen, einen großen Neubeginn durchzustehen bedarf sehr viel Kraft.  Es gibt kein zurück, keine „Undo“-Funktion. Manchmal kommt man an seine Grenzen und stellt den Sinn in Frage. Es geht immer weiter, die Erde wird sich weiter drehen. Die Hoffnung nicht zu verlieren, wieder einen Sinn im Leben finden, wieder Freude am Leben finden, das sind die Herausforderungen am Tiefpunkt.
Ohne ein paar wichtige und besondere Menschen, hätte ich diese Veränderung nur vielleicht durchgestanden. Sie gaben/ geben mir Kraft, manchen Rat und Hilfe, ohne die ich vielleicht zerbrochen wäre.

Ein Dank auch an meine bisherige Frau, die vieles mit durchgestanden hat. Aber zuviel hat sich verändert, so dass die Wege zu verschieden geworden sind und nun in verschiedene Richtungen führen.

 

Es verändert sich das ganze Leben. Nur weniges bleibt bestehen. Es gilt wieder Halt zu finden.
Einer dieser Punkte ist die Malerei. Mit den Bildern kann man das verarbeiten,
was einen bewegt. Vielleicht bekommen die Bilder nun mehr Tiefe.
Die Tiefe der Seele und der Persönlichkeit.  Die ganze Bandbreite
tritt nun zu Tage: Von Melancholie, Depression
bis zu neuer Lebensfreude.

Maches ist in einigen

Wochen Geschichte, vieles ist Teil des Lebens,
man vergisst es nie. Jedem Ende wohnt ein Neubeginn
und eine Chance inne. Vielleicht kann ich beginnen anderen diese Kunst des
Malens nahezubringen. In jedem steckt ein Künstler, man muss ihn nur finden. Jeder hat ein
anderes Talent, eine andere Richtung, einen anderen Stil/ Technik. Diese Dinge gilt es zu finden und ergründen.

Vom Beginn Mitte 2015 bis Anfang 2017 haben sich die Art, Technik, Ausführung und Feinheit meiner Bilder sehr stark verändert. Es sind Bilder entstanden wie ich sie nie für möglich gehalten hätte. Der Prozess dauert an. Es ist zwischendurch immer wieder an der Zeit, sich etwas zurückzuziehen, zu sich selbst finden. 

Mit etwas über 50 Jahren ist ein Umbruch des Lebens nicht mehr ganz so einfach, aber das Leben hat seinen eigenen Rythmus. In diesen wieder hineinzufinden und sein Gleichgewicht wieder zu finden ist das Ziel. So wie sich mein Leben verändert, die Personen sich im Umfeld verändern, so verändert sich auch meine Malerei. Einige Menschen in meinem Umfeld finden es spannend, diese Veränderungen mitzuerleben.

Ich bin auch gespannt wohin mich die Malerei noch führen wird.

–BG– 08/2017

 

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Neue Ziele der Malerei

Der Beginn 2015 – Der Schritt in die Öffentlichkeit:

Freunde überredeten mich, die Bilder einmal auf einem Hobbykünstlermarkt Ende 2015 auszustellen.  Das kostet erst einmal Überwindung, die Bilder in der Öffentlichkeit zu zeigen. Die Resonanz auf die Bilder bei der ersten Ausstellung war sehr positiv. Dadurch wurde ich ermuntert, weiterhin auszustellen.

Das Besondere daran, während der Ausstellung male ich ein Bild.  Natürlich darf ich dabei „gestört“ werden und gebe gerne Auskunft. Teilweise zieht gerade das viele Menschen an. Das Bild entsteht nicht ein einem abgeschirmten Atelier sondern mitten unter den Leuten. Dies ist vielleicht ein Unterschied zu anderen Hobbykünstlern.
So ergaben sich nach und nach Möglichkeiten Bilder auszustellen. Wenn einmal ein Bild jemanden so begeistert, dass er es kaufen möchte, war das ein sehr positives Erlebnis.

Für eine unentgeltliche Leihgabe, zur Dekoration eines Raumes musste umgedacht werden. Eine Raumhöhe von 3m ließ keine kleinen Bilder zu. Format 1m x 1,2m kam in Frage. Aber damit betrat ich Neuland. Doch anders als gedacht stellten diese größeren Leinwände und weißen Flächen kein Problem dar, im Gegenteil, es machte mehr Spaß sich auf der Fläche auszubreiten.

Dann gab es auch einmal die erste Auftragsarbeit. Das Bild musste ein bestimmtes Format haben, damit es an seinen vorgesehenen Platz passt. Vorgabe für Motiv und Farben folgten.
Zwischendurch ein Bild per Mail zum Fortschritt, und Feedback für Änderungen.

So entwickelt sich der Stil immer weiter, auch neue Formen wie abstrakte Bilder wurden ausprobiert. Ich möchte mich nicht auf ein Thema oder Stil festlegen lassen. Vielfältigkeit gehört zum Leben.

Ich probiere immer wieder neue Varianten oder Motive aus. Erst wenn man es ausprobiert, kann man sagen, ob es einen liegt.

Ein weiteres Hobby ist das Fotografieren. Durch das Malen und Fotografieren nimmt man die Umgebung und Natur viel intensiver war. Die Bilder dienen als Vorlage und Inspiration zum Malen.

 

 

 

 

 

 

 

Motto

Das Licht und die Stimmungen die man in der Natur mit dem Herzen, den Sinnen und vielleicht mit der Kamera einfängt sollen mittels den Acrylfarben auf die Leinwand gebracht werden. Wenn das gelingt, gelingt auch das Bild. Dann strahlt das Bild wieder diese Stimmung aus, in der es gemalt wurde.

Inzwischen haben sich die Bilder enorm weiterentwickelt. Ein Ende der Veränderungen ist nicht abzusehen.

Meine Bilder und ich sind einzigartig.
—– Warum?
Weil jeder Mensch einzigartig ist.
Jeder hat etwas, was er besonders kann.
Ich kenne einen Menschen der gesagt hat, er kann nichts besonderes, auch nichts, was er besonders gut kann, so dachte er. Bis er herausfand, eines kann er doch besonders gut. Etwas, was andere sehr schätzen: Anderen gut zuhören.
Dieses können heutzutage nicht viele Menschen.

Meine Bilder sind kein Kunstdruck und nicht nachgemalt. Es kann ähnliche Bilder geben aber nie zwei gleiche.
Sie müssen nicht jedem gefallen, sie sollen nur ansprechend sein.

Ein Spruch auf Klebefolie aus einem Baumarkt, sprach mich an und wurde zum Motto:

Träume nicht Dein Leben,
                   lebe Deinen Traum.

 

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Ohne besondere Menschen, die mir in schweren Zeiten geholfen haben und helfen, wären diese nur schwer durchzustehen. Das richtige Wort zur richtigen Zeit gibt wieder Hoffnung und Zuversicht.
Ein neuer Lebensabschnitt hat begonnen. Aller Anfang ist schwer. Das habe ich auch schmerzlich erfahren. 
Die Malerei hilft mir Hoffnung zu schöpfen, wenn wieder einmal dunkle Stunden aufziehen.  Auch gute Freunde bringen etwas Licht in solche dunklen Momente. Es ist Zeit dafür dankbar zu sein und es auch auszusprechen.
Merci – Vielen Dank euch allen.

 

 

 

 

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Ein Dankeschön an